Knuspriges glutenfreies Bierbrot

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* Artikel enthält Werbung für Neumarkter Lammsbräu

Nach den vielen Kuchenleckereien habe ich heute mal ein ganz anderes Rezept für euch – ein glutenfreies Bierbrot. Hier kommen nicht nur glutenfreie Mehle zum Einsatz, sondern zusätzlich auch noch das leckere Glutenfreie von der Neumarkter Lammsbräu Bio-Brauerei. Kennt ihr diese tolle glutenfreie Alternative schon? Falls nein, haltet beim nächsten Einkauf unbedingt mal Ausschau. Ihr findet das Glutenfreie von Neumarkter Lammsbräu in vielen Einkaufsmärkten (LEH), Drogerien und Bio-Märkten. Online könnt ihr prüfen, wo die nächste Verkaufsstelle für euch ist. Das Testen lohnt sich!

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob man auch mit glutenfreien Produkten ein optimales Bierbrot backen kann und siehe da, es funktioniert prima! Das liegt u.a. daran, dass das Glutenfreie von Neumarkter Lammsbräu Hopfen und Gerstenmalz enthält. Lediglich das Gluten wird schonend durch ein innovatives Verfahren entzogen.

Das Besondere an diesem Bierbrot ist, dass es ein wunderbares Aroma hat, eine lockere Krume (= das Innere des Brotes) und eine tolle Kruste. Schon beim Kneten des Teiges steigen herrlich malzige Düfte auf. Das Bierbrot eignet sich perfekt für eine kleine Brotzeit, bei der das frische, selbstgebackene Brot eindeutig im Vordergrund stehen wird.

Das Neumarkter Lammsbräu Glutenfrei ist seit 2008 auf dem Markt und das erste Glutenfreie aus traditionellem Gerstenmalz. Bis dahin gab es nur bierähnliche Getränke aus glutenfreien Getreidearten wie Hirse, Reis, Buchweizen oder Mais. Diese Sorten kamen Umfragen zufolge aber nicht an den gewohnten Geschmack von einem herkömmlichen Pils heran, sodass Neumarkter Lammsbräu auf Basis der aktuellen Forschung und in Abstimmung mit der Deutschen Zöliakiegesellschaft ein neues Verfahren entwickelte. Bei diesem innovativen und patentierten Brauverfahren werden dem Glutenfreien sowohl die größeren Glutenmoleküle, als auch winzige Gluten-Fragmente entzogen. Jede abgefüllte Charge wird anschließend von einem externen Labor überprüft. Die glutenfreien Getränke der Neumarkter Lammsbräu liegen bei einem Glutengehalt <= 10 ppm und können deshalb von Menschen mit Glutenunverträglichkeit grundsätzlich bedenkenlos verzehrt werden. Außerdem trägt es das Glutenfreie das Siegel der DZG und eignet sich somit auch für Zöliakiebetroffene.

Die Neumarkter Lammsbräu ist mit aller Konsequenz eine Bio-Brauerei, sodass ausschließlich traditionelle Braurohstoffe aus dem Ökolandbau und eine absolut schonende Verarbeitung zur Anwendung kommen. Das Ergebnis zeichnet sich durch einen prickelnden Geschmack, facettenreiche Aromen und den cremigen Schaum aus. Kurz: Voller Genuss – auch ohne Gluten! Inzwischen bietet Neumarkter Lammsbräu sogar eine alkoholfreie Variante des Glutenfreien an, die ich euch gerade an heißen Sommertagen sehr empfehlen kann!

Das Thema Bierschaum finde ich bei glutenfreiem Bier auch immer sehr interessant, denn wie sagt man so schön “hier trennt sich die Spreu vom Weizen”. Das Weizen lassen wir Glutensensitiven besser weg, aber der Schaum vom Neumarkter Lammsbräu braucht sich vor einem herkömmlichen Bier nicht zu verstecken.

Tipps für die Zubereitung

Ich sage euch, schon beim Zubereiten und Kneten des Brotes steigen so tolle Düfte auf, dass ihr das fertige Brot kaum erwarten könnt. Hier habe ich euch noch ein paar Tipps zusammengefasst.

  1. Vorteig ansetzen: Ich empfehle euch bei Hefeteig immer mit einem Vorteig zu arbeiten. Damit euer Brot auch optimal gelingt, habe ich euch hier noch ein paar Tipps für gelingsichere Hefeteige zusammengefasst. 
  2. Brotgewürz: Je nach Belieben könnt ihr für das Brot ein Brotgewürz verwenden. Ich liebe eine Kombination aus Fenchel, Anis und Kümmel und finde dies passt super zum malzigen Geschmack des Glutenfreien. Hier gibt es leckere fertige Gewürzmischungen oder ihr stellt euch euren eigenen Mix im Mörser her. Dann wird der Geschmack noch intensiver.
  3. Bindemittel: Für dieses Brot empfehle ich euch eine Kombination aus Flohsamenschalenpulver (möglichst rein) und Guakernmehl. Dies sorgt neben der Bindung auch für eine schöne Elastizität und längere Haltbarkeit des Brotes. Alternativ könnt ihr das Guakernmehl auch 1:1 mit Johannisbrotkernmehl austauschen.
  4. Bier: für dieses Rezept könnt ihr sowohl das Glutenfreie, als auch das Glutenfreie alkoholfreie von Neumarkter Lammsbräu verwenden. Mit beiden Varianten erzielt ihr ein tolles Ergebnis und eine schöne Malznote.
  5. Brot formen: In der glutenhaltigen Bäckerei werden Teige gedehnt & gefaltet, damit sich die Glutenstränge verbinden und die Teige noch straffer werden. Da meine Rezepte selbstverständlich kein Gluten enthalten, ich aber trotzdem optisch ansprechende Brote backen möchte, forme ich meine Brote wie folgt: Zuerst gebe ich ausreichend Reismehl auf die Arbeitsfläche und bemehle meine Hände. Dann gebe ich den Teig auf die Arbeitsfläche und bestreue ihn erneut mit ein wenig Reismehl. Anschließend forme ich den Teig zu einer Kugel, drücke ihn mit den Händen flach und ziehe ihn leicht auseinander. Als nächstes falte ich die Seiten des Teiges zur Mitte (ca. 5 Mal Falten) und drücke die Enden in der Mitte leicht fest. Dann wende ich den Teig (glatte Seite nach oben) und schleife ihn mit kreisenden Bewegungen an den Außenseiten auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer runden Kugel.
  6. Gärkörbchen verwenden: Die Teigkugel lege ich (mit der glatten Seite nach unten) in ein mit Reismehl bemehltes Gärkörbchen (Ø 20 cm) und bedecke es mit einem frischen Küchenhandtuch. Alternativ könnt ihr den Teig auch in eine Rührschüssel legen (vorher mit Reismehl bestäuben) und diese mit Frischhaltefolie bedecken. Den Teig nach der Ruhezeit wieder etwas in Form bringen und anschließend backen.
  7. Ruhen im Ofen: Damit der Hefeteig optimal aufgeht, heize ich meinen Backofen auf 30° C (Gärstufe) auf und stelle den Hefeteig hinein. Solltet ihr diese Funktion nicht haben, könnt ihr den Ofen einfach auf ca. 50° C vorheizen, ausschalten und die Tür leicht geöffnet lassen. Nach ca. drei Minuten ist er auf 30° C herunter gekühlt und ihr könnt den Hefeteig in den Ofen stellen. Wichtig: die Ofentür muss danach geschlossen werden, damit der Hefeteig nicht nur an einem warmen, sondern auch gegen Zugluft geschützten Ort steht. Zusätzlich wird im geschlossenen Backofen die vom Hefeteig abgegebene Feuchtigkeit gespeichert und sorgt so für ein wohliges Hefeteigklima.
  8. Für die perfekte Kruste das Brot im Topf backen: Damit ihr eine tolle Kruste erhaltet, rate ich euch dieses Brot in einem Backtopf zu backen. Ich kann euch einen Gusseisentopf (Ø 22 cm) nur empfehlen. Die Backzeit für dieses Brot im Gusseisentopf beträgt ca. 60 Minuten. Nach 45 Minuten solltet ihr den Deckel entfernen und das Brot weitere 15 Minuten ohne Deckel backen. Solltet ihr keinen geeigneten Backtopf besitzen, könnt ihr das Brot selbstverständlich auch auf einem Backrost backen und in den Ofen ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser stellen. Während des Backvorgangs nimmt das Brot die Feuchtigkeit auf und es kann sich eine schöne Kruste bilden.

Das Rezept könnt ihr sowohl mit dem Glutenfreien als auch mit dem alkoholfreien Glutenfreien von Neumarkter Lammsbräu zubereiten. Durch die Hitze beim Backen wird der Alkohol entzogen, sodass auch Kinder dieses Brot problemlos essen können.

Knuspriges glutenfreies Bierbrot

Dieses leckere Bierbrot sorgt für etwas Abwechslung im Alltag. Es ist super schnell & kinderleicht gemacht. Zusätzlich überzeugt es durch wunderbare malzige Aromen, eine tolle Kruste und die schöne Krume. Das Brot eignet sich prima für eine Käseplatte.
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Zubereiten 15 Minuten
Ruhen 2 Stunden 15 Minuten
Backen 1 Stunde
Portionen 1 Brot

Equipment

  • Backmatte
  • Gärkörbchen
  • Gusseisentopf

Zutaten
 

Vorteig

  • 120 g Wasser
  • 7 g Hefe
  • ½ TL Zucker

Hauptteig

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 100 g Braunhirsemehl
  • 100 g Reismehl
  • 50 g Hafermehl
  • 100 g Kartoffelstärke
  • 50 g Tapiokastärke alternativ Kartoffelstärke
  • 1 TL Guakernmehl
  • 20 g Flohsamenschalen
  • 330 ml Glutenfreies von Neumarkter Lammsbräu
  • 20 g Olivenöl
  • 15 g Rübenkraut
  • 10 g Apfelessig
  • 10 g Salz
  • 1 TL Brotgewürz

Zubereitung
 

  • Zuerst den Vorteig ansetzen: dafür die Trockenhefe zusammen mit dem Zucker in eine Tasse geben und 120 g lauwarmes Wasser (max. 30° C) hinzufügen. Das Hefewasser verrühren und mit einem Unterteller bedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen.
  • Die verschiedenen Mehle abwiegen und zusammen mit der Stärke, den Flohsamenschalen, dem Guakernmehl, Salz und dem Brotgewürz in eine Rührschüssel geben. Alle Zutaten gut vermengen.
  • Nach 15 Minuten das Hefewasser, Olivenöl, Apfelessig und Rübenkraut zum Mehlmix geben. Den Teig in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten lassen. Nach dem Kneten den Teig auf eine leicht mit Reismehl bemehlte Arbeitsfläche bzw. Backmatte geben und zu einer Kugel formen. Den Teig noch einmal mit den Händen durchkneten und dann zu einem Brotlaib formen.
  • Den Brotlaib in ein Gärkörbchen geben und mit einem frischen Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden ruhen lassen. Hierfür eignet sich z.B. der Backofen, die Temperatur im Ofen darf allerdings max. 30 Grad betragen.
  • Am Ende der Ruhezeit den Ofen zusammen mit einem Gusseisentopf auf 220° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Sobald der Ofen vorgeheizt ist, das Brot in den Topf geben und 45 Minuten mit dem Deckel backen. Nach 45 Minuten den Deckel entfernen und das Brot weitere 15 Minuten backen. Vor dem Anschneiden das Brot auf einem Rost gut auskühlen lassen.

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